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Blog von La Roche d'Or

Blog von La Roche d'Or

Gemeinschaft Roche d'Or in Besançon und Fontanilles

Veröffentlicht am von Danièle Valès

Es ist schon Fastenzeit, und doch habe ich das Gefühl, dass es erst gestern war, als wir den letzten Blog zum Beginn des Advents geschrieben und mit Ihnen über „den Abdruck der Wiege“ gesprochen haben. Damals wussten wir noch nicht, wie lange wir in diesem zerbrechlichen Abdruck, an diesem Ort der Demut und Zärtlichkeit, verweilen würden, um die folgenden Wochen zu erleben.

Mitte Dezember gab es den „großen Übergang“ von Pater Roger Robert und die Feier seiner Beerdigung in einer schlichten und andächtigen Zeremonie; dann folgten zahlreiche Begegnungen...

Weihnachten kam fast zu schnell in unsere Herzen, die noch immer von all dem, was wir gerade erlebt hatten, erschüttert waren! Ja, es war für uns alle notwendig, diese Tage im Abdruck der Wiege zu verbringen und uns ausnahmsweise einfach in der Weihnachtsnacht in der Gemeinschaft zu versammeln, um gemeinsam um die Krippe herum das Kind und seine Mutter anzuschauen...

Anfang Januar war es für uns auch notwendig, uns alle zu Exerzitien in die Gebetsgemeinschaft einer Klostergemeinschaft zurückzuziehen, um uns unsererseits aufnehmen und in ihre brüderlichen Gebete aufnehmen zu lassen.

Wenn wir heute wieder mit dem Schreiben dieses Blogs beginnen, bedeutet das zunächst einmal, dass wir entschlossen den Weg in die Zukunft beschreiten und mit erneuertem Glück voranschreiten. Es bedeutet auch, dass wir lernen, die Realität und das Wirken Gottes, das sich in unserer Gemeinschaft offenbart, ganz bis zum Ende zu betrachten.

Deshalb hat uns die Predigt von Pater Olivier Sournia über Johannes den Täufer besonders angesprochen:

„Durch unsere Taufe, durch Christus, der in uns wohnt, haben wir alle in bestimmten Situationen die Fähigkeit, etwas von Gott zu vermitteln, etwas von Gott füreinander zu verkörpern, mehr nicht. In der spirituellen Tradition wird dies auch als Sakrament des Bruders bezeichnet.“

Und weil wir seine Schlussfolgerung teilen, haben wir seinen gesamten Kommentar für Sie aufgeschrieben, um ihn Ihnen mitzuteilen: „Johannes der Täufer ist für mich eine Figur, die heute angesichts der Schwierigkeiten, mit denen die Kirche und unsere Gemeinschaften zu kämpfen haben, wieder an Bedeutung gewinnt.“

Mit Beginn dieser neuen Fastenzeit haben wir uns erneut auf den Weg nach Ostern gemacht. Auf diesem Weg erreicht uns überraschend ein Wort, das die Begegnung von Emmaus vorwegnimmt und in einem neuen Licht erscheint: „Macht weiter, macht weiter, alles liegt vor euch.“ Es ist wie ein testamentarischer Text, auf das Grab von Pater Florin CALLERAND gemeißelt. Seit fast 28 Jahren lesen und wiederholen wir es als seinen letzten Gruß. Aber heute klingt es wie ein Versprechen: Ja, alles liegt vor uns!

Nochmals vielen Dank für Ihre vielfältigen Zeichen der Zuneigung und Verbundenheit. Danke für Ihre Treue und dafür, dass Sie mit uns in der Freude der Verkündigung des Evangeliums weitergehen.

 

Danièle Valès

 

Text ins Deutsche übersetzt von Michèle, Bernd Becker und Gabriele Socher-Schulz

 

 

Johannes der Täufer, der „Vorläufer“, rückt sich selbst immer in den Hintergrund

Johannes der Täufer ist jemand, dessen ganzes Leben nur auf das Kommen des Messias ausgerichtet ist, das ist alles. Der Sinn seiner Predigten, der Sinn seines Wirkens besteht darin, die Menschen dazu zu bringen, sich selbst von dieser Erwartung, von der Erwartung Christi, leiten zu lassen. [Lesen Sie Mehre...]