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Gestern haben wir das Pfingstfest gefeiert. Aber, halten wir fünf Minuten inne: Was haben wir gefeiert? Worum geht es bei diesem Fest? Welche Sichtweise bieten wir für dieses Fest, bei dem es nicht um kommerzielle Interessen geht, sondern nur um die Möglichkeit eines verlängerten Wochenendes? Und wie klangen in uns die ersten Worte des Berichts aus der Apostelgeschichte nach: "Sie fanden sich alle an einem Ort versammelt"?
Florin sagte uns immer wieder, dass "das, was den Heiligen Geist kommen lässt, ein Gemeinschaftsphänomen ist, das voraus geht. Es braucht eine Landebahn, also müssen die Menschen sich bereits wirklich suchen und versuchen, ihre Wünsche und Gebete zu teilen und zu vereinen...".
In der Tat ist es die Geburt der ersten christlichen Gemeinden, die wir heute feiern. Und das heutige Fest der "Maria, Mutter der Kirche" ist das Siegel dafür. Am Tag nach Pfingsten treten wir liturgisch gesehen in die "gewöhnliche Zeit" ein, die Zeit der Apostelgeschichte, in der der auferstandene Christus nur noch sichtbar ist in, durch und mit seinen Gemeinden.
Nach den zwei Jahren der Gesundheitskrise, der Einschließungen und Einschränkungen aller Art, der Videokonferenzen und Telearbeit, trauen wir uns noch, uns an einem Ort zu versammeln? Olivier erzählte uns bei seiner Rückkehr von den Wanderexerzitien in Lourdes, dass die Besucherzahlen an diesem Ort um die Hälfte gesunken sind. Ein ähnliches Echo erreicht uns aus den Pfarreien und den verschiedenen Orten, an denen man sich erholen kann. Wir selbst sehen, wie langsam die Anmeldungen bei uns eintreffen. Was geht hier vor sich?
Wir müssen es wagen, uns zu fragen: Wenn der Strom der großen Flut der Gesundheitskrise zurückgeht, was hinterlässt er dann am Strand unserer Lebensweise? Mehr Individualismus oder mehr Innerlichkeit? Haben wir im Internet endlich den Selbstbedienungsladen für unsere Bedürfnisse aller Art gefunden - kulturell, wirtschaftlich, zwischenmenschlich, religiös usw.?
Vor einigen Tagen, während seiner Exerzitien in Les Fontanilles, forderte Olivier jeden heraus: "Es wirft Fragen auf, dieser Verlust des Wunsches, sich zu versammeln! Ein Jesus, der nur mich betrifft, ist nicht mehr Der Jesus des Evangeliums... ! Man kann Jesus nicht in der Wahlkabine anrufen! Die Kirche ist ein Mysterium der Gemeinschaft, weil Gott ein Mysterium der Gemeinschaft ist!".
Der Text von Florin, den wir Ihnen heute vorlegen, ist von brennender Aktualität. In Bezug auf die Gründung der ersten christlichen Gemeinden beginnt er ohne Umschweife: "Am Pfingsttag, unmittelbar nach den Worten, die Petrus durch den Heiligen Geist gesprochen hat, sehen wir die Vorstellung der christlichen Urgemeinde (Apostelgeschichte 2,42-47 und 4,32-37). Und ich sage ausdrücklich "unmittelbar", d. h. ohne Mittelperson. Hier haben Sie etwas absolut Entscheidendes zu sehen und zu merken: Eine christliche Gemeinde entsteht nur durch das Hören des Wortes, das den Glauben an Jesus weckt und den Heiligen Geist kommen lässt.
Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass keine Übersetzung oder Anpassung des Textes einen Weg finden wird, Jesus sagen zu lassen: "Verbindet euch mit dem Evangelium, und ich komme"! Im Gegenteil, er sagt uns: "Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen".
Ende Juni wird der sehr schöne Weg, den wir mit den ukrainischen Flüchtlingen gegangen sind, zu Ende gehen und ein anderes Aufnahmezentrum wird die Arbeit übernehmen. Wir haben gerade Monate der Begleitung durch ihr Kommen erlebt, und sie wird in unserer Geschichte einen Abdruck der Gnade der Gastfreundschaft hinterlassen. Im Feuer der Gewalt, des Krieges und des Schmerzes haben wir ein wenig von unserem Teil getan, dem Teil des Kolibris gleich, und wir haben so viel mehr erhalten.
Aber wir freuen uns darauf, die Verkündigung des Wortes wiederzufinden, und mit tiefer Freude im Herzen bereiten wir uns auf Ihr Kommen vor.
Danièle Valès
Text ins Deutsche übersetzt von Michèle, Bernd Becker und Gabriele Socher-Schulz
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Eine christliche Gemeinschaft gründet sich auf die machtvolle Verkündigung des auferstandenen Christus.
Am Pfingsttag, unmittelbar nach den Worten, die Petrus im Heiligen Geist gesprochen hat, erleben wir die Vorstellung der christlichen Urgemeinde. (Apostelgeschichte 2,42-47 und 4,32-37) Und ich sage ganz bewusst "unmittelbar", d. h. ohne Vermittler. Hier haben Sie etwas absolut Entscheidendes zu sehen und zu bemerken: Eine christliche Gemeinschaft entsteht nur durch das Hören des Wortes, das den Glauben an Jesus weckt und den Heiligen Geist kommen lässt. [Lesen Sie mehr...]
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