
Die Osterwoche endete in der gleichen Stille und strahlt den gleichen festlichen Charakter aus in unseren Gärten wie die Karwoche. Das Oster-Halleluja erklingt weiterhin in den vier Ecken des Parks, in den tausend Gesängen der Vögel, die sich der Freude hingeben, ein jubelnder Chor als Antwort auf den Gesang unserer kleinen Gemeinschaft.
Manchmal hat es den Anschein, als sei die Zeit stehen geblieben! Aber die Telefonate der Freunde, der Exerzitienteilnehmer, der Familien, der Betroffenen und der Trauernden halten uns auf dem Stand des schrecklichen Kampfes, der sich ohne Unterlass abspielt. Die Abendnachrichten und ihre Aufzählung der Opfer zeigen das Drama der Welt nur im Lichte der Pandemie. Furcht, Angst, Ärger, Wut, Verzweiflung und Entrüstung sind auf vielen Gesichtern zu sehen: Sie sind in den Kameras und sozialen Netzwerken weithin sichtbar. Aber seltsamerweise scheinen die Tränen, die Trauer vor diesen Kameras zu fliehen; oder sind es die Kameras, die vor ihnen fliehen?
So wie uns die Stille in den ersten Tagen der Quarantäne überraschte, so ist diese seltsame Distanz plötzlich präsent geworden. Hinter den Zahlen von Todesfällen und Kranken auf der Intensivstation, die jeden Abend auf unseren Bildschirmen erscheinen, wie viele Männer, Frauen, Kinder in Tränen, wie viele Sorgen in der Einsamkeit der Quarantäne verbergen sich dahinter? Es ist diese unsichtbare und unaufhörliche Botschaft von den Tränen den Menschen dieser Zeit, das an unsere Tür klopft und uns einlädt und uns mit der Frage konfrontiert, die sie uns stellt: Was tut Gott, wenn der Mensch weint?
Für Euch schöpfen wir weiterhin aus den Schätzen unseres Erbes, staunend sammeln wir Texte, von denen wir gedacht hätten, sie seien für diese Tage geschrieben worden, wie dieser Kommentar von Florin Callerand, den wir Ihnen heute vorschlagen.
"Der Prophet weint, weil er nicht in der Lage ist, zwei Wege aufzuzeigen, er kennt nur einen, er zeigt nur einen, und dieser ist weit davon entfernt, allen zu gefallen...". Zusammen mit diesen Zeilen von Françoise Porte in ihrer Einleitung zu Un pauvre appelle, Dieu répond (Ein armer ruft, Gott antwortet) und insbesondere zum Kommentar über die Seligpreisung "derer, die weinen", bieten wir Euch diesen Text.
Danièle Valès
Text ins Deutsche übersetzt von Michèle, Bernd Becker und Gabriele Socher-Schulz
/image%2F4632785%2F20260504%2Fob_e268c8_plan-de-travail-1.png)
