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Blog von La Roche d'Or

Blog von La Roche d'Or

Gemeinschaft Roche d'Or in Besançon und Fontanilles

Veröffentlicht am von Danièle Valès
Veröffentlicht in : #im Laufe der Zeit

Seit Dienstagabend wissen wir, dass wir nicht vor Ende Januar öffnen werden, vorausgesetzt, dass alles gut geht und dass nicht eine dritte Welle kommt und uns wieder wie die Flugzeuge auf der Startbahn festnagelt. Deshalb werden wir Weihnachten, so wie wir Ostern und Allerheiligen gefeiert haben, in der Intimität der Gemeinschaft feiern. Aber seien Sie versichert, in der Stille unserer Grotte werden Ihre zahlreichen Präsenzen mitschwingen.

Die Texte der Adventliturgien werden, wie jedes Jahr, von vielen Schreien der Erwartung, des hoffnungsvollen Rufs, erfüllt sein: "Komm, Herr, verzögere nicht". Es ist sicher, dass der Ruf Israels nach dem Kommen des Messias in diesen Tagen des endlosen Wartens eine besondere Resonanz in uns finden wird. Wie lange ist es her, dass wir so lebenswichtig gewartet haben?

Wir alle warten, beobachten, wünschen und hoffen auf das Ende der Pandemie, auf das Ende der Isolation, auf das Ende der Masken und der berühmten "Barriereabstände", auf die Freiheit, einander endlich zu umarmen, unsere alten oder kranken Lieben zu umarmen. Seit Monaten sind wir nun schon machtlos von gesundheitspolitischen, politischen und wirtschaftlichen Ankündigungen blockiert worden. Vielleicht entdecken wir endlich, über unsere persönlichen Erwartungen hinaus, die Erwartung eines Volkes, der Menschheit, wieder, die Erwartung einer Befreiung im Maßstab der Menschlichkeit.

Der Florin-Text, den wir Ihnen gerne zur Eröffnung des liturgischen Jahres anbieten, schließt mit diesen Worten von Teilhard de Chardin: "Ihr Christen, die Ihr nach Israels Erfahrungen beauftragt seid, auf der Erde die Flamme der Sehnsucht am Leben zu erhalten, nur zwanzig Jahrhunderte nach der Himmelfahrt, was haben wir aus dem Warten gemacht?"

Die kommende Advents- und Weihnachtszeit lädt uns alle ein, unsere Erwartungen zu überdenken, in das Geheimnis unserer inneren Grotten hinabzusteigen, den verwirrenden Zeichen unserer Zeit zu lauschen und sie zu prüfen Der Auferstandene ist bereits hier, er hat das Gesicht des Kindes, das kommt. In den Armen Marias sagt es uns: "Ich bin es, fürchtet euch nicht".

Danièle Valès

 

 

Text ins Deutsche übersetzt von Michèle, Bernd Becker und Gabriele Socher-Schulz