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Blog von La Roche d'Or

Blog von La Roche d'Or

Gemeinschaft Roche d'Or in Besançon und Fontanilles

Veröffentlicht am von Danièle Valès
Veröffentlicht in : #im Laufe der Zeit

Wir befinden uns bereits in der Mitte des Sommers. Die Ernte geht zu Ende, die Weinlese wird vorbereitet, die Früchte werden mit vollen Händen gepflückt, die Hitzewelle scheint zurückgegangen zu sein und der Regen segnet die durstige Erde. Für einige beginnen die Ferien, für andere sind sie bereits in das Haus der Erinnerungen zurückgekehrt.

Durch eine seltsame liturgische Koinzidenz kehren Saat und Ernte immer wieder in unsere Feiern zurück. Das Wort Gottes scheint im Einklang mit diesen Sommertagen zu schwingen, wie eine dringende Einladung, unsere inneren Räume zu besuchen, wo die Musik unserer Seelen wächst, der Sinn unseres Lebens, das wir als "gewöhnlich" bezeichnen.

Denn es war ein gewöhnlicher Tag in der Liturgie, an dem wir diesem Text von Florin, den wir Ihnen heute vorlegen, begegnet sind. Ein bisschen wie das Brot und das Wasser, das man dem Wanderer anbietet und sagt: "Setz dich hin, iss, trink, schau, saug dich voll, bevor du deinen Weg fortsetzt".

"Der Sämann wirft das Wort aus... Das Gute Land ist nicht der Mensch schlechthin, das Gute Land ist nicht der Heilige Geist schlechthin, das Gute Land ist der Mensch mit dem Heiligen Geist, der Heilige Geist mit dem Menschen. Und das Wort empfangend, umgibt das doppelte Gedächtnis des Menschen und des Heiligen Geistes wie die Gute Erde den Samen, umhüllt den Samen, erwärmt ihn, gibt ihm Saft, und der Samen wurzelt darin und die Erde geht in den Samen über." Florin CALLERAND

Olivier predigt gerne in den Gärten von La Roche d'Or: Inmitten von Blumen und Früchten erhält das Wort einen Geschmack, der es behutsam in das Innerste eines jeden Menschen treibt. Sicherlich ist das der Grund, warum wir Sie gerne zu einer Zeit des Erntens, des Pflückens, eines Sabbats am siebten Tag, dem Tag der Ruhe, dem Tag des Geschenks des Friedens, einladen.



In wenigen Tagen werden wir das Fest der Aufnahme Marias in den Himmel feiern. Wir pflegen zu sagen, dass die Woche vom 15. August unsere zweite Karwoche nach Ostern und vor Allerheiligen ist. In diesem Jahr bildet sie den Abschluss von Exerzitien über die Marienfeier. In Monteverdis Amen (1) wird die Stimme von Florin, die jede Woche im Schlusshymnus zu hören ist, besonders in diesen Worten zum Ausdruck kommen:

UND ES WIRD BALD DIE ERSEHNTE STUNDE KOMMEN
Wo deine Mission erfüllt sein wird,
Die Freude der universellen Ernte
und Weinlese einer Welt,

die endlich in der Sonne der Liebe gereift ist,
Die Zeit der Ernte, reich an fernen Aussaaten!
DEINE FREUDE WIRD UNSERE FREUDE SEIN,
die du sowohl sähst, als auch erntest,
Kornkammer des Himmels,
gefüllt mit menschlichen Garben...

Fröhliches "Himmlisches Jerusalem",
Stadt Gottes, Harmonie des Friedens!
Grüne Fröhlichkeit in den einst trockenen Tälern,
In der Wüste fließt „der Strom des Lebens“
Ergiebige Quelle am Fuß „des Lebensbaumes" …!
Fackel, die das nie verblassende Licht
des Antlitzes 
des Ewigen tragen wird!

 


Ein schönes Fest für Sie alle!

Danièle VALES

(1) Schluss-Amen des Magnificat der Vesper der Seligen Jungfrau Maria


Text ins Deutsche übersetzt von Michèle, Bernd Becker und Gabriele Socher-Schulz
 


Für eine reiche Ernte...

Matthaüs 13,18...
In jener Zeit sagte Jesus zu seinen Jüngern: "Hört, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet. Wenn jemand das Wort vom Königreich hört, ohne es zu verstehen, kommt der Böse und nimmt sich das, was in sein Herz gesät wurde: Dieser ist das gesäte Feld am Wegesrand...

Der gute Boden ist nicht nur der Mensch. Der gute Boden ist der Heilige Geist, der dem Menschen gegeben ist, und der Mensch, der dem Heiligen Geist gegeben ist. Es ist von dem einen in das andere. Es ist notwendig, dass der Heilige Geist und der Mensch, der das Wort empfängt, zusammenarbeiten. Der Heilige Geist ist im Wesentlichen das Gedächtnis, das arbeitet. Der Mensch, der immer dazu neigt, zu vergessen, muss mit dem Heiligen Geist, der ein Gedächtnis ist, zum Gedächtnis werden. [Lesen Sie Mehre...]