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Blog von La Roche d'Or

Blog von La Roche d'Or

Gemeinschaft Roche d'Or in Besançon und Fontanilles

Veröffentlicht am von Danièle Valès
Veröffentlicht in : #im Laufe der Zeit, #Video

Die Stunden, die wir in La Roche d’Or leben, geben uns das Gefühl, in einem Zug zu sitzen, der plötzlich mitten auf dem Land anhielt und die Passagiere zum Aussteigen einlädt. So etwas geschah am Mittwochabend, als die Quarantäne für den nächsten Abend angekündigt wurde. Im Bewusstsein dieses Ereignisses, das wahrscheinlich und im Laufe der Stunden unvermeidlich war, predigte Olivier vom ersten Abend der Exerzitien an, als ob jeder Vortrag der letzte wäre. Die Eucharistiefeier am Donnerstagmorgen war eine echte Sendung, von der hier eine kurze Passage aufgezeigt wird:

"Nichts wird uns von der Liebe Gottes trennen können", sagt uns Paulus in seinem Brief an die Römer, und Johannes sagt in seinem ersten Brief: "Unser Sieg ist unser Glaube". Es ist die Kraft unseres Vertrauens, unserer erneuerten Verbundenheit mit Christus, der sich uns aus seiner ständigen, ewigen Verbundenheit mit seinem Vater heraus mitteilt. Es ist diese Stärke, die uns durch diese Zeit trägt. Und bemerken Sie, dass Jesus im Johannesevangelium den Sturm nicht beruhigt. Nein, er existiert noch, die Nacht ist noch da, die Dunkelheit ist noch da, die Wellen sind noch da, aber sobald er diese Worte ausspricht: "Ich bin es, fürchtet euch nicht" - haben sie nicht einmal Zeit, ihm zu sagen "Komm mit uns" -, schon haben sie die Überfahrt beendet.

Ich wollte Ihnen diese Texte vorlesen, damit wir ausgerüstet gehen können mit dem Bewusstsein, wer die Mitte unseres Lebens ist. Wir sind nicht allein. Ja, wir rudern, unsere Welt rudert. Aber in dem, was wir in unserer Beziehung zu Christus und seiner Resonanz für diese Welt leben, sagt uns der Herr Jesus: "Ich bin es, fürchtet euch nicht, ich bin der Sieger über alle Formen des Todes in deinem Leben, und ich lasse dich nicht los, ich werde dich immer über Wiesen aus frischem Gras führen, um dir meine Nahrung zu geben, die einzige, die dir das Leben gibt: mich selbst".

(P. Olivier Sournia, Eucharistie vom 19. Oktober 2020)

 

In seiner abendlichen E-Mail schrieb uns Jean-Luc:

"Unsere Exerzitien während dieser dritten jährlichen "Karwoche", die uns besonders am Herzen liegt, hat genau die Zeit der Kurz-Einkehrtage gedauert, die von Freitagabend bis Sonntagmittag stattfinden... Der Heilige Geist hat "die Kraftspritze" in Oliviers Worte gelegt, und es besteht kein Zweifel daran, dass die Exerzitienteilnehmer gut gerüstet nach Hause gehen, um den stürmischen Wellen unserer Welt entgegen zu treten. Sie erhielten das Menü einer guten Woche!

In diesem Jahr fand unsere erste "Karwoche", die offizielle, am Fuße der Grotte statt. Diejenige vom August hatte die Ehre, Maria ohne Probleme aufscheinen zu lassen, unter einer Sonne, die sich verneigt, vor der Herrlichkeit Maria-Himmelfahrt in der Tiefe eines jeden Bewusstseins. Und die von Allerheiligen kommt, um uns in der Sonne der Gnade unserer Gründung zu versammeln, um uns noch einmal auf den Grund unseres inneren Bewusstseins zu führen...

Es gibt eine Art wiederholende Beharrlichkeit: von überall und für jeden ist eine Rückkehr in die Grotte mehr als unerlässlich, damit ein "Danach" entstehen kann...".

 

Am Ende dieser Eucharistie-Sendung erfuhren wir von der großen Passage von Mithé (Marie-Thérèse Naudin), unserer Ältesten. Nachdem sie 1957 in die Gemeinschaft Gouille eingetreten war, war sie die älteste der Zeuginnen der ersten Jahre. Die Alzheimer-Krankheit hatte sie 4 Jahre lang physisch von uns ferngehalten. "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt viel Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun...". (Joh 15,5), mit diesen Worten möchten wir den Übergang dieser Burgunderin, der Tochter eines Winzers, in den Himmel unserer Gemeinschaft begleiten. Die Gemeinschaft des Himmels, die in La Clairière (Friedhof der Gemeinschaft) ruht, empfing sie am Samstag zusammen mit Annette, die einen Monat zuvor gegangen war.

Nächste Woche sollte unsere Gemeinschaftsversammlung stattfinden, und einige der Mitglieder aus Fontanilles und Russey waren bereits angekommen. Wir waren gerade dabei, Allerheiligen, den 70. Jahrestag unserer Gründung, zu feiern, in der Freude, diese Seite des Blogs vorzubereiten und Ihnen einige Eindrücke an diese langen Jahre zu geben, in denen Maria nie aufgehört hat, ihr Haus zu besuchen und all jene zu ehren, die zu ihr kamen.

Heute ist jeder Exerzitienteilnehmer nach Hause gegangen, und wir heißen Sie alle im Herzen unserer Gemeinschaft willkommen, in La Roche d'Or, in den Fontanilles, im Russey... Mit Florin und der Wolke unzähliger Zeugen des Himmels sagen wir DANKE und sagen nochmals DANKE! Wir danken Ihnen für diese Jahre der Heimsuchung der Einen, die wir gerne nennen: "Maria ganz nah in der Herrlichkeit der Himmelfahrt, in ständiger Heimsuchung im Herzen der Gewissen".

"Selig sind die Sanftmütigen: sie werden die Erde erben..." In diesem Text - Auszug aus dem Buch "Ein armer Mann ruft, Gott antwortet" - öffnet Florin uns den Weg für die kommende Zeit: "Diese Seligpreisung kann nach Belieben zu unserer werden. Denn es gibt niemanden, in dem Gott nicht spricht, wenn man die Seele eines kleinen Kindes und ein verwundbares Herz hat, um wie in einem großen offenen Segel den kleinsten Atem des Geistes zu empfangen!"

Wir möchten Sie auch durch diese Jahre der Geschichte führen, und hier ist der erste Teil dieses Kurzfilms, der den Bau des Roche d'Or bis 1994 behandelt. Wir werden weiterhin die Fäden unserer Geschichte, unserer Häuser (Mas Quinta, les Fontanilles) und dieser Ereignisse und Beziehungen der Gnade, in der unsere Gemeinschaft heute mehr denn je in ihrer eigenen Gnade gegründet ist, zusammenfassen. Es ist ein Werk der Danksagung für die Himmelseingebungen, die uns ständig begleiten und die wir mit Ihnen teilen möchten (in der Zwischenzeit verweise ich Sie auf unsere Website, in der wir auf den Seiten "Zu den Ursprüngen" intensiv gearbeitet haben). Kaum war die Ankündigung der neuen Quarantäne bekannt, rief einer der Exerzitienteilnehmer: "Werden Sie den Blog fortsetzen? "Wie Sie sehen können, machen wir weiter, wir haben nie aufgehört! Auch wenn Sie eine Zeit lang nicht physisch in unseren Mauern sind, sind Sie immer noch bei uns...

 

Danièle VALES

 

Text ins Deutsche übersetzt von Michèle, Bernd Becker und Gabriele Socher-Schulz

 

Ein kurzer 8-minütiger Film über den Bau des Roche d'Or bis 1994...