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Blog von La Roche d'Or

Blog von La Roche d'Or

Gemeinschaft Roche d'Or in Besançon und Fontanilles

Veröffentlicht am von Danièle Valès
Veröffentlicht in : #im Laufe der Zeit

"Dies ist das erste Mal, dass wir uns alle drei gezwungen sehen, gemeinsam die Dringlichkeit der ökologischen Nachhaltigkeit, ihre Auswirkungen auf die anhaltende Armut und die Bedeutung der globalen Zusammenarbeit anzusprechen... Gemeinsam appellieren wir im Namen unserer Gemeinschaften an die Herzen und den Verstand aller Christen, aller Gläubigen und aller Menschen guten Willens...
Als Leiter unserer Kirchen rufen wir alle auf, unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Weltanschauung, sich zu bemühen, auf den Schrei der Erde und der Armen zu hören, ihr Verhalten zu überprüfen und sich zu verpflichten, sinnvolle Opfer für die Erde zu bringen, die Gott uns gegeben hat".

An diesem Fest des Franz von Assisi, dem letzten Tag der "Zeit für die Schöpfung", wie könnten wir hier nicht diese Botschaft wiederholen, die Papst Franziskus, Bartholomäus I., der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, und Justin Welby, der Erzbischof von Canterbury, anlässlich der Eröffnung am 7. September 2021 verkündet haben?

Achtundzwanzig Jahre zuvor, mitten in der alltäglichen Arbeit der Rodung des überwucherten Landes von Mas Quinta (dem heutigen Fontanilles), hatte Florin bereits den Ruf des Schöpfers an das Herz seiner Schöpfung gehört, seine Bitte: "Gott ruft von überall her. Es gibt keine zwei Gebote! "Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all seiner Kraft zu lieben, bedeutet, die Schöpfung überall zu verschönern.“

Die Pandemie hat uns buchstäblich dazu gezwungen, die Situation auf globaler Ebene zu betrachten, ebenso wie die Klimaproblematik. Eines Tages lernte ich, dass der Blick des Adlers die Besonderheit hat, ein sehr weites Gesichtsfeld zu haben und gleichzeitig sehr genau das kleine Ding (das Kaninchen oder die Feldmaus) zu erkennen, das seine Beute sein würde. Es ist dieser Blickwinkel, den wir annehmen müssen, nicht indem wir Wissen und Informationen anhäufen, sondern indem wir einfach den Einen willkommen heißen, "der zu dem Geheimnis meines Wesens spricht" und mich auffordert, "in der Richtung und dem Schwung seiner Eingebungen" zu leben.

In La Roche d'Or wie in Les Fontanilles sind wir immer wieder bestürzt über die Schäden, die die nächtlichen Besuche der Wildschweine anrichten. Als ich in den Nachrichten Horden von Wildschweinen sah, die am helllichten Tag durch Rom liefen und Mülltonnen durchwühlten, wurde unsere Situation viel weniger besorgniserregend, und als ich weiter die Nachrichten mit ihren Bildern von Migrantenbooten, Überschwemmungen und riesigen Waldbränden verfolgte, wusste ich, dass ich weiterhin die von den Wildschweinen angerichteten Schäden beheben musste, während ich meine Augen auf alles richtete, was ich zu sehen bekommen hatte, mit dem Schrei der Offenbarung in meinem Herzen: "Er ging siegreich hinaus, um wieder zu siegen."

Wir möchten diese Zeilen von Florin zusammen mit der ökumenischen Erklärung mit Ihnen teilen. Von den kleinen Eichen von Mas Quinta, die diesem kleinen Stück Katalonien ein Gesicht geben, bis hin zu dem lebhaften Aufruf, die Zukunft unseres gemeinsamen Hauses zu retten, ein einziger Schrei, der Schrei Gottes.


Danièle Valès

Text ins Deutsche übersetzt von Michèle, Bernd Becker und Gabriele Socher-Schulz

 

Von überall her ruft Gott:
"Ich bin entstellt, willst du mein Gesicht schön machen?"

MATTHÄUS 22, 34-40

Als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie am selben Ort zusammen.  Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn versuchen und fragte ihn:   Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?  Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken.  Das ist das wichtigste und erste Gebot.  Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.  An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“

Die beiden Gebote sind eins; es ist das Geheimnis der Menschwerdung, das ihnen zugrunde liegt. Schon vor dem Geheimnis der Menschwerdung gibt es die Tatsache, dass Gott seine Geschöpfe nicht anders erschafft als durch eine Mitteilung, die er aus sich selbst heraus macht. Deshalb ist auch es unabhängig vom Mysterium der Menschwerdung, das zeigt, wie der Schöpfer zum Geschöpf wird und doch Schöpfer bleibt, in allem Natürlichen, in allem, was ist, schon so viel Gott oder so viel Göttliches enthalten, dass man die Welt wirklich nicht von Gott, die Materie nicht von Gott, die Dinge nicht von Gott trennen kann. Alles ist in ihm, denn er ist die ständige schöpferische Quelle. [Lesen Sie mehr...]