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Der Galaterbrief ist die Charta der Freiheit der Kirche. Luther sagte: „Das ist die Braut meines Herzens!“ Wie gut, dass wir diesen Brief in der Kirche haben. Dort sagt Paulus, dass „Christus gekommen ist, um die gefangene Freiheit zu befreien“, und immer wieder, in jeder Epoche, sehen wir erneut den Übergriff auf das Gewissen, als ob Gott ein Manipulator wäre. Die Menschen gehen dann seinetwegen in die Angst, um ihm zu gefallen oder mit der Angst, ihm nicht zu gefallen... Was auch immer Sie sich ausdenken, was auch immer! Deshalb schreibt Paulus das, und das ist das Schlimmste, was in der Kirche passieren wird.
Wir sehen es, in jeder Generation passiert es wieder. Man darf nicht glauben, dass das aus der alten Zeit ist, heute ist es genauso. Und wenn ich spreche, dann denke ich, dass es nicht wenige gibt, die sich darin wiederfinden müssen. Wer von Ihnen hat keine Angst vor Gott? Ich bin mir sicher, dass viele zu mir sagen würden: „Ich habe keine Angst, aber ich habe trotzdem ein bisschen Angst“. Einige sagen mir „Nein“, das freut mich, aber schauen Sie sich um. Selbst für ungläubige Menschen ist es, sobald das Wort „Gott“ oder das Wort „Religion“ erwähnt wird, für sie das, was ihre Freiheit verhindert. Religion wird als etwas dargestellt, das Ihr Leben stört und Sie daran hindert, Ihr Leben so zu gestalten, wie Sie es möchten. Gott sei der Feind unseres Glücks...! Selbst für Atheisten oder Agnostiker... Es ist schrecklich, diese Darstellung!
Paulus schreibt unter Zeitdruck, weil er verleumdet wird. Aber für Paulus ist es nicht so sehr die Verleumdung seiner selbst, die ihn in Aufregung versetzt, denn das hat mit ihm nicht aufgehört, sondern dass durch die Verleumdung seiner Person Christus verleumdet wird, das Evangelium von Jesus Christus, das wahre Gesicht Gottes. Indem man sagt, dass er kein echter Apostel ist, dass er ein Mann aus zweiter Hand ist, dass er lax ist, dass er sich den Menschen anpasst, dass er hier toleriert und anderswo nicht ... lässt man Zweifel an der Wahrhaftigkeit des Evangeliums aufkommen.
Dieser Mann ist erstaunlich, er ist erstaunlich! Im Brief an die Korinther wird er sich an sie wenden, und man wird überall die gleichen Geschichten finden, und heute ist es das Gleiche. Er wird sagen: „Meine lieben Kinder, die ich mit Schmerzen gebäre, bis Christus in euch Form annimmt!“
Die Art und Weise, wie Paulus hier bei den Galatern reagiert, ist die eines Mannes, der spürt, was im Leben auf dem Spiel steht, der sofort die Gefahr spürt, und deshalb reagiert er, wenn er reagiert, mit einer, ich würde sagen, „Christus-Uterus“! (Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, ich erfinde alles Mögliche...!) Es ist schrecklich, er sieht vor den anderen, er sieht das Böse, das passieren wird, vor den anderen, weil es das Leben ist, das bedroht ist. Deshalb reagiert er überall. Und das ist es, was wir in seinen Briefen haben, die die Kirche gemacht haben. Wenn Paulus nicht an vorderster Front gestanden hätte, um zu sagen: „Achtung, Gefahr! Achtung, nicht das, nicht das!“, dann wären wir reingefallen - und man ist immer noch - in denm Gott der Leistung“, mit dieser falschen Vorstellung von Perfektion.
Paulus sieht die Gefahr sofort. Er reagiert aus dem Bauch heraus. Und Sie haben seine Worte gehört: „Das Evangelium, das ich euch verkündet habe, ist nicht von Menschen gemacht“. (Gal 1,11) Das ist keine Theorie, das ist nicht ich, der das denkt, und ein anderer könnte anders denken. Es ist keine Weisheit, die man erfindet, um besser zu leben. „Das Evangelium, das ich euch verkündet habe, ist nicht von Menschen inspiriert.“
Paulus wird den Korinthern sagen: „Dass man nicht von der Weisheit spricht, wie die Menschen von ihr sprechen, um zu versuchen, eine Lebenskunst zu finden, die edel, die schön, die menschlich ist. Nein!“ Das Evangelium ist die Initiative Gottes, der kommt, um uns im Ereignis der Begegnung die Güte zu offenbaren, die unsere Existenz geleitet hat. Und das ist nicht in der Evolution verankert, da es zum Tod führt, und der Tod ist nicht gut, da der Tod zerstörerisch wäre. Es ist Christus, der die Bedeutung davon ändern wird. Der Tod ist böse, deshalb wird Paulus im Brief an die Korinther sagen: „Der Teufel hat alles in Angst eingeschlossen, und zwar in die Angst vor dem Tod!“ Er hat die Wurzel der Gewalt tief im Inneren des Menschen gesehen. Tief in uns ist es die Angst, dass es niemanden gibt, der da ist; dass ich zufällig geboren wurde, dass es niemanden unter mir gibt. Es gibt Menschen, die mich vielleicht lieben werden, aber irgendwann werden sie mir sagen: „Wir können nichts mehr für dich tun“, und ich werde ins Nichts fallen, ich werde verschwinden. Alle, wir haben das tief verankert in uns.
Es gibt eine Revolte tief im Inneren des Menschen, man kann den Tod nicht akzeptieren. Und der Teufel hat alles in Angst und Furcht vor dem Tod eingeschlossen, der ein Unumkehrbarer wäre: Es gibt niemanden! Es gibt niemanden! Deshalb wird Jesus sagen: „Wenn ihr mit eurem Vater redet, dann sagt ihm: “Lass uns nicht in Versuchung geraten.“ Zu denken, dass er mich irgendwann im Stich lassen würde, weil die Dinge nicht gut laufen und ich sterben werde, das ist die Versuchung; zu glauben, dass es keinen Vater mehr gibt, in dem Sinne, wie Jesus dieses Wort verwendet, in dem Sinne, dass es niemanden mehr gibt, der sagen kann: „Ich, ich will dein Leben, ich will nicht, dass du verschwindest!“. Man ist ganz allein gelassen in der Verwirrung und in der Verwahrlosung, und das könnte die Versuchung der Verzweiflung, der Revolte sein: „Es gibt keinen Vater!“
Sie sehen, wie Paulus dazu kam, für Menschen, die nicht aus der jüdischen Kultur stammen, zu fühlen und auszudrücken, was Christus sagte. Wenn er sagt: „Als ich zu euch Galatern kam, habe ich euch nicht eine Weisheit verkündet, die von Menschen kam, eine Lebenskunst, sondern ich habe euch einfach gesagt, wie ihr geliebt werdet. Und ihr habt die Erfahrung gemacht, diese göttliche Intimität zu empfangen, und zwar kostenlos. Ihr habt den Heiligen Geist auf erstaunliche Weise empfangen ...!“.
Und er sagt weiter: „Übrigens ist mir dieses Evangelium nicht von einem Menschen überliefert und gelehrt worden, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi“. (Gal 1,12) Deshalb ist Paulus in gleicher Weise Apostel wie die Zwölf. Im ersten Brief an die Korinther wird dies in Kapitel 15 zu sehen sein: „Vor allem habe ich euch dies überliefert, was ich selbst empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben nach der Schrift und wurde begraben; er ist am dritten Tag auferstanden nach der Schrift ...“ (1 Kor 15,3-4). Was auf der Straße nach Damaskus geschah, war die Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Paulus ist „der, den man nicht erwartet hatte“, wie er sagt. Und seine Autorität kommt daher: Es war Jesus selbst, der sich ihm gezeigt und ihn mit seiner Güte durchdrungen hat. Wir müssen von der Person Christi geprägt, durchdrungen, parfümiert werden!
Paulus sagt: „Es ist Christus selbst, der mich imgeprägniert hat, und was ich von ihm sage, das ist sein Zeichen. Er ist es, der mich in sein Herz gezogen hat, er ist es, der mich mit ihm bekannt gemacht hat, er ist es, der mir jeden Augenblick gibt, und alles, was ich von ihm empfange, empfange ich, wie er selbst empfangen hat. Auch er weiß, was es heißt, in Schwachheit zu empfangen“. Jesus ist der Sohn, d. h. jemand, der empfängt, und der sogar empfängt, um zu empfangen. Das ist ein Satz, den die Menschen nur schwer verstehen können. Man empfängt sogar vom Empfangen! Das ist das Kindliche in uns... Jesus weiß also, dass man alles empfängt. Paulus sagt: „Er hat mich geprägt, er hat mich durchdrungen, er hat mich mit ihm bekannt gemacht. Habe ich nicht die Gefühle in mir, die in dem Herrn Jesus sind? Habe ich nicht die Gedanken Christi? Ich habe ihn nicht in Büchern studiert, auch nicht im Gespräch mit jemandem, er ist es, der mich in seine Arme genommen hat, als ich ein armer Junge war, der in den Terrorismus, in die Gewalt abrutschte. Das ist die Autorität, die Christus mir anvertraut hat! Das ist die Gnade, die ich von ihm erhalten habe. Als ich also zu Ihnen kam, habe ich nicht „meine“ kleine Lehre mitgebracht, ich habe nicht ein Evangelium „nach meinem Geschmack“ gemacht, nein, es ist Jesus Christus selbst!
Daher die Worte von Paulus: „Ich kenne ihn, auf den ich vertraut habe!“.
Roger ROBERT
Mittwoch, 26. März 2003
Text ins Deutsche übersetzt von Michèle, Bernd Becker und Gabriele Socher-Schulz
Ce qui est folie dans le monde " CD Tissage d'or 6 (Communauté de la Roche d'or)
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Ce qui est folie dans le monde (Corinthiens 1,26-31)
https://www.chantonseneglise.fr/chant/26440/ce-qui-est-folie-dans-le-monde-corinthiens-1-26-31
Um den Text des Liedes zu sehen "Ce qui est folie dans le monde"
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